Schon das Cover dieses rund zweihundertseitigen Hartcovers wirkt düster und geheimnisvoll, der Titel „Hemmersmoor“ kurz und knackig.
Hemmersmoor ist ein kleiner Ort, der es in sich hat. Blickt man hinter die scheinbare Dorfidylle, entdeckt man viele schwarze Seiten und tiefe Abgründe.
Zu Beginn wird das Wiedersehen der einstigen Freunde Linda, Alex, Christian und Martin auf der Beerdigung ihrer Freundin Anke geschildert. Nach und nach erfährt der Leser in einzelnen Kapiteln, welche aus der Sicht jedes Einzelnen des Freundeskreises geschildert sind, von den grauenhaften Ereignissen in diesem Dorf.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen und ich hatte es in kürzester Zeit geschafft. Zu Beginn machen sich das Grauen und eine Gänsehaut breit, doch je länger ich in diesem Buch versinke, umso mehr „gewöhne“ ich mich an die schrecklichen Ereignisse und erwarte in jedem neuen Kapitel mindestens einen Mord. Mir ist das alles etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen und ich persönlich bin auch nicht so der Freund von Erzählungen aus verschiedenen Personenperspektiven. Dennoch ist das zum Glück Geschmackssache und ich denke, wer diese Erzählweise mag, wird das Buch lieben.

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